Chakra, das Wurzelchakra

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Was sind Chakras?
Der Begriff ‘Chakra’ stammt aus der altindischen Sprache des Sanskrit; er bedeutet ‘Rad’ oder ‘Energiewirbel’. Die Yogalehre unterscheidet sieben Chakras im menschlichen Körper.
Wir können uns diese Kraftzentren im Körper als Tore vorstellen, durch die Informationen aus der Außenwelt nach innen gelangen und umgekehrt. Aber auch die drei Ebenen von Körper, Seele und Geist vermischen sich an diesen Punkten. Nach Jung stellen die sieben Chakras verschiedene menschliche Bewusstseinsstufen dar.
Das gesunde Funktionieren eines Chakras beeinflusst positiv den Bereich des Körpers, der von ihm regiert wird. Dazu muss es offen sein, damit seine Energie frei fließen kann.

Wenn ein Chakra blockiert ist, so ist die entsprechende Person unfähig, die Energie in diesem Bereich effizient zu nutzen, empfindet eine bestimmte Schwäche oder fühlt sich sogar krank. Damit ein Mensch sich physisch und psychisch gesund fühlt, muss jedes Chakra offen und in der Lage sein, Energie zu verströmen. Und jedes Chakra ist einem charakteristischen Aspekt des Lebens zugeordnet.
(Stephen Eligio Gallegos, Indianisches Chakra-Heilen, Peter Erd Verlag)
Das Wurzelchakra
Das erste Chakra, auch Wurzelchakra genannt, liegt am unteren Ende der Wirbelsäule und öffnet sich nach unten, zum Perineum hin. Es ist dem Erdelement zugeordnet; sein Thema ist die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt, seine Sicherheit oder Unsicherheit, seine Erdung, die ihn mit beiden Beinen im Leben stehen läßt, seine Angst vor der Macht oder Machtmissbrauch.
In unserer westlichen Gesellschaft ist das Wort ‘Macht’ überwiegend negativ besetzt. Wir verbinden es fast automatisch mit dem Missbrauch von Macht und projizieren daher diese Eigenschaft nach außen, sodass sie uns in den anderen begegnet. Dabei geht es beim ersten Chakra oft um die Entwicklung der persönlichen Macht. Nennen wir sie ‘Kraft’, so nehmen wir ihr den negativen Beigeschmack.

In den Bereich des Wurzelchakras fallen daher alle Träume, die mit Macht oder Missbrauch derselben zu tun haben, wie etwa Verfolgungsträume, in denen man unter der Macht anderer zu leiden glaubt, aber in Wirklichkeit nur von seinem eigenen Schatten verfolgt wird. Bittet man diese Träume, wiederzukommen, so verlieren sie automatisch ihren alptraumhaften Charakter, denn man hat die Dynamik des Traum verkehrt.
Ein zweiter, aber sehr wichtiger Bereich ist auf körperlicher Ebene alles, was mit Ausscheidungen zu tun hat. Kot galt bereits im Mittelalter als Symbol für Geld. Davon träumen kann bedeuten, dass man etwas Wichtiges ‘in die materielle Welt setzt’. Natürlich haben körperliche Ausscheidungen im Traum auch mit Loslassen zu tun. Ob es sich dabei um ungeweinte Tränen, Schmerz, Zorn oder Schuldgefühle handelt – unsere Träume wollen uns hier sagen, dass wir sie loslassen sollen.

Auf der materiellen Ebene kann das Erdelement des Wurzelchakras mit Träumen von Gebäuden, Landschaften oder Naturkatastrophen verbunden werden, die mit der Erde zu tun haben, wie Erdrutsche, Erdbeben usw. Häuser im Traum sind Gedankengebäude, und in diesen Gebäuden sind vor allem das Erdgeschoss und die Kellerräume des Unbewussten gemeint.

Im Bereich des Wurzelchakras handeln wir noch recht unbewusst und instinktiv, und einer unserer Ur-Instinkte, die Angst, ist dem Organ zugeordnet, das zu diesem Chakra gehört, nämlich der Niere. In der chinesischen Medizin gilt die Ebene der Nieren als die tiefste Schicht im Menschen; wenn eine Störung erst einmal diesen Bereich befällt, ist die Lage wirklich ernst. Träume von Schnee und Eis oder von weißer Farbe können nach diesem System auf eine Störung der Nierenfunktion hinweisen.

Auch die Zähne im Traum sagen etwas über den Zustand des ersten Chakras aus: träumt man von Zahnausfall, so verliert man den ‘Biss’ im Leben, sein natürliches Durchsetzungsvermögen.
Tipps zur Stärkung und Harmonisierung des Wurzelchakras

Nützlich sind hier alle Tätigkeiten, die uns erden, wie Gartenarbeit, Töpfern, Wandern oder auch Kochen.

Versuchen Sie einmal, Ihr Kraftfeld zu visualisieren. Sie können es sich wie eine Blase vorstellen, die Ihren Körper umgibt. Wie groß ist sie? Wo ist sie am dichtesten? Geht sie bis zur Erde hinunter oder endet sie vorher? Sie können das auch mit Hilfe eines Freundes erfassen: bitten sie ihn, langsam auf Sie zuzugehen, bis Sie das Gefühl haben, er sollte stehenbleiben. Hier fängt Ihr Kraftfeld an. Diese einfache Übung hat bereits der Arzt und Vorläufer der Hypnosetherapie, Franz Mesmer, entwickelt. Nach Meinung der Queros-Indianer haben die Menschen in der westlichen Welt oft ein Kraftfeld, das gar nicht mit der Erde verbunden ist, sondern bereits an den Oberschenkeln endet.

Haben Sie erst einmal eine Vorstellung von Ihrem Kraftfeld entwickelt, so suchen Sie sich einen Platz in der Natur, an dem Sie eine Weile ungestört sitzen können. Nehmen Sie eine Position ein, die Ihnen bequem erscheint; stellen Sie sich dann vor, Ihr Kraftfeld zu öffnen und durch den Ausgang des Wurzelchakras alles Negative, das Sie quält, der Erde zu geben. Unsere schwere Energie ist nämlich keineswegs Verschmutzung für die Erde, sondern wertvolle Nahrung. Die Erde verwandelt Ihre schwere Energie in feine, leichte Kraft, die wie Luftbläschen aufsteigt und Ihr Kraftfeld mit neuer Energie versorgt.

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