Das Sexualchakra oder Sakralchakra

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Sexualität und Emotionen sind die beiden wichtigsten Themen des Sexualchakras. Auch in Träumen kommen diese beiden Themen besonders häufig vor.

Das zweite Chakra, auch Sexualchakra genannt, liegt (etwa 4 Finger breit) unterhalb des Bauchnabels, in dem Bereich, den die Japaner ‘Hara’ nennen, und öffnet sich nach vorn. Jung bezeichnete es als den Bereich des grenzenlosen Unbewussten und der sexuellen Triebe.

Das zweite Chakra ist mit dem Element Wasser verbunden; es steht unter dem Thema Sexualität und Emotionen, zwei sehr wichtigen Lebensbereichen, die wir oft nur schwer kontrollieren können. Aber es geht auch eigentlich nicht darum, unsere Gefühle oder unsere Sexualität unter die Kontrolle des Verstandes zu bringen, sondern eher, sie frei und harmonisch fließen zu lassen. Wilhelm Reich, Schüler Freuds und Vorreiter der Bioenergetik, bezeichnete die Fähigkeit, den freien Fluss der sexuellen Energie auszuleben, als ‘orgiastische Potenz’. Je besser das zweite Chakra funktioniert, umso eher ist der Mensch sich seiner Gefühle bewusst und in der Lage, sie auszudrücken.

Eine Blockierung dieses Chakras führt zur Verlagerung seiner Energie auf andere Bereiche; sie kann sich in Angst oder Herzbeschwerden ausdrücken.
Träume aus dem Bereich des zweiten Chakras
Sexualität und Emotionen sind wohl die mächtigsten Antriebskräfte, über die der Mensch verfügt. Ist er in Leidenschaft entbrannt, gleicht er einer Kerze, die an beiden Enden angezündet ist; er schwankt zwischen den Zuständen von ‘himmelhoch jauchzend’ und ‘zu Tode betrübt’. Diese beiden Themen, Sexualität und Emotionen, kommen in der Traumsprache häufig vor.

Oft haben Träume von Sexualität und Liebe eine im freudschen Sinne kompensatorische Funktion: Wenn wir verliebt sind, träumen wir tagsüber und nachts vom ‘obskuren Objekt unserer Begierde’. In Wirklichkeit projizieren wir im Zustand des Verliebtseins auf den geliebten Menschen das, was wir für uns selbst wünschen, aber nicht zu besitzen glauben, etwa Charme, Mut, Charisma und ähnliche positive Eigenschaften. Die wahre Liebe beginnt jedoch erst, wenn überhaupt, nach dem Abflauen unserer Projektionen – sofern wir in der Lage sind, unseren Partner auch mit seinen weniger attraktiven Seiten zu akzeptieren.

Es kann allerdings auch vorkommen, dass wir von Sex oder Liebe mit einem völlig unbekannten Partner träumen. In diesem Fall will uns der Traum etwas zum Thema Anima/Animus sagen. Er ist also, im Gegensatz zum kompensatorischen Traum, rein auf der Subjektstufe zu deuten. So ist Sexualität in der Traumsprache oft ein Symbol der harmonischen Verbindung unserer rationalen Seite (dargestellt durch den Mann) mit der Gefühlswelt (repräsentiert von der Frau). Arbeiten Kopf und Herz harmonisch zusammen, so ist dies eine der besten Voraussetzungen für eine ausdrucksstarke Kreativität (dargestellt durch das Kind).
Emotionen anderer Art
Natürlich ist das Ausdrucksspektrum der Emotionen keineswegs auf die Liebe beschränkt. Im Traum bearbeiten wir oft positive oder auch negative Gefühle, wie Angst, Zorn, Neid oder Traurigkeit. Auch hier gibt es eine kompensatorische Variante: ein Mensch, der im Alltag seine Agressionen wenig oder überhaupt nicht zum Ausdruck bringt, wird im Traum häufig zum Angreifer oder Angegriffenen.

Manchmal probiert das Traum-Ich jedoch auch neue Verhaltensweisen und Reaktionen aus oder möchte uns Klarheit über unsere wirklichen Gefühle vermitteln. Vielleicht reden wir uns etwa im Alltag aus Gründen der Angepasstheit ein, dass ein bestimmter Mensch sympathisch sei oder es gut mit uns meine. Ist diese Ansicht jedoch falsch oder gar nachteilig für uns, so träumen wir unter Umständen von einer Situation, in der sich der vermeintliche Wohltäter plötzlich als Egoist erweist. Hier brechen sich die Gedanken ihre Bahn, die wir bei unserem unkritischen Urteil verdrängt haben.
Tipps zur Unterstützung des Sexualchakras
Auf der körperlichen Ebene sind, wie beim Wurzelchakra, Übungen zum Beckenbereich empfehlenswert, sowie alle Techniken, die sich mit der Körpermitte befassen, wie Chi Quong oder Tai Chi, Yoga oder etwa Oshos Kundalini-Meditation.

Im psychischen Bereich kann man den Ausdruck von Gefühlen vor allem in der Gruppenarbeit erlernen; hier helfen die Bio-Energetik, Rebirthing und Vivation oder andere Techniken.

Je nach Problematik kann man zwei verschiedene Affirmationen anwenden:

Wenn die Gefühle blockiert sind: ‘Ich lasse meinen Gefühlen freien Lauf’

Wenn die Gefühle uns überwältigen: ‘Ich habe ein Gefühl, aber ich bin nicht dieses Gefühl’.

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